Die Tübinger Mischung - Bienenweide für Honigbienen, Wildbienen und Hummeln |
Laßt Blumen blühenIn unserer ausgeräumten und artenarmen Kulturlandschaft finden unsere Honigbienen, aber auch andere blütenbesuchende Insekten wie Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und Käfer kaum mehr genügend Nahrung. Auch das ist ein Grund für das Artensterben. Dabei geht der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen zurück, laut EU-Landwirtschaftspolitik sollen die Landwirte bis zu 10% ihrer Flächen brachliegen lassen oder stillegen. Diese Brach- und Stillegungsflächen werden nur in den seltensten Fällen mit für blütenbesuchende Insekten nutzbaren Angeboten eingesät, dabei wäre das ein Weg, das Angebot sowohl für Insekten zu steigern als auch anderen Tieren wie Rebhühnern, Fasanen und Niederwild sowohl eine zusätzliche Deckung nach der Ernte der Felder sowie mit dem Samenangebot auch gute Nahrungsquellen zu erschließen. Bei genügend großen Flächen käme sogar eine zusätzliche Honigernte in Frage, was für den Bedarf an 100.000 Tonnen Honig in Deutschland sich von Vorteil wäre. Tübinger Mischung Die Tübinger Mischung ist eine Saatgutmischung, die nacheinander abblühend über einen langen Zeitraum hinweg blütenbesuchenden Insekten ein großes Nahrungsangebot beschert, dies zu einer Jahreszeit, wo nicht mehr viel blüht. Die Tübinger Mischung setzt sich zusammen aus etwa 40% Phacelia, 25% Buchweizen, 7% Senf, 6% Koriander, 5% Ringelblume und Schwarzkümmel, jeweils 3% ölrettich, Kornblume und Wildmalve sowie 2% Borretsch und 1% Dill zusammen. Kultur der Tübinger Mischung Fast alle Böden sind geeignet, auf trockenen, leichten Sandböden gedeiht die Tübinger Mischung jedoch nicht. Die Aussaat sollte in feuchten Boden erfolgen, das Saatgut muß leicht von Erde bedeckt sein, da es einige Dunkelkeimer enthält. Bei Drillsaat kann etwa 5 cm Furchentiefe eingestellt werden, bei flächiger Aussaat sollte das Saatgut eingeeggt werden. Der Aussaattermin sollte so gelegt werden, daß die Sämlinge nicht mehr von den Nachtfrösten der Eisheiligen geschädigt werden. Bei Maschinensaat werden 7 kg/ha benötigt, bei Flächensaat 9-10 kg je nach Bodenkörnung. Der Preis pro kg Tübinger Mischung liegt bei Euro 5,95 bis 7,45, je nach Packungsgröße. Blühbeginn der Tübinger Mischung Etwa drei Wochen nach Aussaat beginnt die Tübinger Mischung zu blühen. Die einzelnen Komponenten garantieren ein Blütenangebot, das bis zum ersten Frost andauert. Tübinger Mischung bietet ein reiches Pollenangebot. Wenn die Sommermonate nicht zu trocken sind, können außerdem Honigbienen aus dem Nektar der verschiedenen Blüten einen wohlschmeckenden Honig bereiten. |

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